
Suchtprävention
SB München
Letzte Aktualisierung am 4. Mai 2012
Aktuelle Informationen
Die Schule als Teil der Gesellschaft spiegelt alle Facetten menschlichen Handelns wieder. Leider gehören auch Enttäuschungen, Aggressionen, Gewalt und die Flucht in Suchtverhalten dazu. Im Rahmen ihres pädagogisch-psychologischen Auftrages versucht die Schulberatung in Bayern Hilfen durch Informationen, Prävention und Intervention anzubieten.
Ratsuchende Schulen, einzelne Lehrkräfte, betroffene Schüler und deren Familien können sich an ihre regionalen Beratungsfachkräfte, an die Drogen- oder Suchtbeauftragten der Schulen oder an die zuständige staatliche Schulberatungsstelle wenden.
Move - die motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen
Move ist ein Fortbildungsangebot der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. (LZG) in Zusammenarbeit mit den bayerischen Suchtpräventionsfachkräften und Lehrkräften für Kontaktpersonen von konsumierenden Jugendlichen in den verschiedenen pädagogischen Handlungsfeldern. Es werden regionale Fortbildungen angeboten.
Alkohol
Die Zahl der Jugendlichen, die wegen Alkoholmissbrauchs in Kliniken kommen, hat sich in Deutschland seit 1990 mindestens verdoppelt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind 2005 rund 19.400 Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation“ stationär im Krankenhaus behandelt worden.
Die Folgen einer Alkoholkrankheit bei einem Jugendlichen sind beträchtlich. Fast immer kommt es zu einem erheblichen Leistungsabfall in der Schule.
Das zentrale Nervensystem, das bei Jugendlichen weitaus empfindlicher ist als bei Erwachsenen, wird extrem in Mitleidenschaft gezogen. Depressionen, Wahnvorstellungen, Sprachstörungen u. ä. sind oft die Folge. Da der junge Organismus den regelmäßigen Alkoholkonsum nicht verarbeiten kann, entwickelt sich sehr schnell auch eine körperliche Abhängigkeit.
Essstörungen
Mit Essstörung bezeichnet man eine Verhaltensstörung mit meist ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden. Zentral ist die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema „Essen“. Sie betrifft die Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung und hängt mit psychosozialen Störungen und mit der Einstellung zum eigenen Körper zusammen (Psychosomatik). Wenn die Störung zwanghaft ist, spricht man von Sucht oder Abhängigkeit.
Betroffene Kinder, Jugendliche und/oder deren Familien können sich Hilfen und Unterstützung holen. Die Lehrkräfte und Beratungsfachkräfte an den Schulen bzw. die Ansprechpartner an der Staatlichen Schulberatungsstelle helfen gern weiter.
Hilfsangebote und Beratungsstellen im Großraum München
Drogen und Medikamente
Drogensucht
Unter dem Begriff Drogenmissbrauch versteht man den Konsum von Substanzen, die einen Rauschzustand oder Halluzinationen erzeugen, aufputschend wirken und/oder den Konsumenten in eine euphorische Stimmung versetzen.
Oft aus Neugierde experimentieren viele Jugendliche mit Drogen – und unterschätzen dabei nicht selten das Risiko, süchtig zu werden.Die Zahl der Drogentoten in Deutschland betrug laut Drogenbericht der Bundesregierung 1385 im Jahr 2004, 1326 im Jahr 2005, 1296 im Jahr 2006 und 1394 im Jahr 2007. 2008 stieg sie auf 1449, aber 2009 sank sie auf 1331.
Medikamentensucht
Als ein besonders unauffälliges Suchtmittel gelten die Medikamente. Die Tablettenabhängigen betäuben sich in erster Linie mit verschiedenen Beruhigungsmitteln, Benzodiazepinen, um Ängste zu bekämpfen, sich zu entspannen oder einfach, um einschlafen zu können. Ihre Sucht ist dabei sehr diskret und hinterlässt keine sichtbaren Spuren. Vor allem aus diesem Grund sind immer mehr Menschen von der Medikamentenabhängigkeit betroffen. Laut Drogen- und Suchtbericht 2008 sind in Deutschland schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen „medikamentenabhängig“, andere Studien sprechen von 1,9 Millionen Menschen. Ungefähr ebenso viele können als mittel- bis hochgradig gefährdet eingestuft werden, eine „Medikamentenabhängigkeit“ zu entwickeln.
Schulungsangebot der Polizei
Sauba bleim - ein Angebot der Polizei München
Pädagogen werden an 2 Tagen kostenlos geschult. Informationen unter:
Tel: 089-2910-4461
Fax: 089-2910-4400

