Krisenintervention
in Bayern
Krisenmanagement durch KIBBS
Das unfassbare Massaker am 26. April 2002 in Erfurt und die Terroranschläge vom 11. Sept. 2001 auf die Vereinigten Staaten von Amerika haben unvorhergesehene Auswirkungen auf die gesamte Welt und bedrohen für alle schmerzlich den Frieden und unsere Zukunft.
Besonders Schulen spüren diese Erschütterung des Friedens. Die Menschen im System Schule sind betroffen und handeln aus diesem Gefühl heraus. Insbesondere junge Menschen werden durch solche Krisen bewegt.
Darauf reagierten die Lehrkräfte natürlich bereits seit Mittwoch, den 12. September 2001 auf unterschiedliche Weise pädagogisch.
KIBBS ist eine Gruppe von Experten für Krisenmanagement und -prävention,
die das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus seit dem Jahr 2002 aufgebaut hat.
Je kleiner Kinder sind, desto weniger reagieren sie emotional auf Vorkommnisse, die sie nicht selbst erlebt haben. Mehr schon beeindrucken sie Ereignisse, die ihre "Kinderwelt" betreffen, beispielsweise wenn in Filmberichten weinende Kinder gezeigt werden, die nicht von ihren Eltern abgeholt werden und Ähnliches.
Auf sonstige Fernsehbilder reagieren Kinder meist weniger emotional. Betroffenheit kann man also von Kindern erst einmal nicht erwarten, verlangen schon gar nicht.
Aber die Reaktionen der jugendlichen Geschwister und vor allem der von Erwachsenen können auch schon kleine Kinder wesentlich beeinflussen - positiv wie negativ - durch gedankenloses Übertragen der Gefühle und Sorgen.
Jugendliche verhalten sich oft genau so wie Erwachsene: Mit Trauer und Solidarität gegenüber den Betroffenen, aber auch mit Angst und im Gefolge der Angst mit Aggression, Wut oder gar Hass auf die (vermuteten) Täter, deren Umfeld und deren ethnische sowie religiöse Zugehörigkeit.
weiterführendes Material (Tipp)
Download-Material:
"AMOK"
Pädagogisch handeln nach schulischen Notfällen
von Dagmar Krol, 2009
E-Book 5,00 EURO
zu beziehen über www.v-r-schule.de
Angebote der Evangelischen und Katholischen Kirche zur Krisenintervention in der Schule
Bevor ein Einsatz des auf "Großschadensfälle" begrenzten Kristeninterventions- und -bewältigungsteams Bayerischer Schulpsychologen (KIBBS) in Betracht kommt, sollen die Schulen prüfen, ob Unterstützungskräfte bzw. Netzwerke am Ort Hilfe in schulischen Notfällen leisten können. Große Bedeutung innerhalb dieser Netzwerke haben die Notfall- und Krisenseelsorger der Evangelischen und Katholischen Kirche. Hier ein ausführliches Schreiben mit Adressen und Telefonnummern.
Evangelische und katholische Kirche machen den Schulen in Bayern das Angebot der Unterstützung in Krisensituationen, die, z.B. durch Tod, Unglücksfall, Gewalttaten u.a. im Kontext von Schule auftreten. Dabei arbeiten sie eng zusammen mit dem Kriseninterventions- und Bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (KIBBS).
Von den Kirchen beauftragte Ansprechpartner hierfür sind für die katholischen Diözesen in Bayern:
Frau Dr. Gabriele Rüttiger
Erzbischöfliches Ordinariat München
Schulreferat / FB Schulpastoral
Schrammerstraße 3
80333 München
Tel.: 089/2137-2412 Fax: 089/21372410
E-mail: GRuettiger@ordinariat-muenchen.de
Alarmierung in den Diözesen
und für die Evang.-Luth. Kirche in Bayern:
Pfr. Thomas Barkowski
Religionspädagogisches Zentrum der Evang.-Luth. Kirche in Bayern,
Abteigasse 4-7
91560 Heilsbronn
Tel.:06021/455028 Fax: 06021/455029
(ab 1.12.2006: Tel. 09872/509-125 , Fax: 09872/509-113)
Alarmierung über 0160/2034133
E-mail: barkowski.rpz-heilsbronn@elkb.de.










